Brauer Graphik.
Das graphische Werk von 1951 bis 1974. Gesammelte Mappenwerke. Hrsg. von Walter Koschatzky.

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Buchbeschreibung
Vlg. Goldregen; Glarus, 1974.
Originalleinen. 222 S. mit sehr zahlr. Abbildungen.
Sehr gutes Ex. - Österrichische Graphik des 20. Jahrhunderts. - VORWORT DES HERAUSGEBERS -- VORWORT VON BRAUER Über den Kupfertiefdruck Über den Siebdruck -- BRAUERS MAPPENWERKE Les Travaux des Champs Liedermappe Chassidische Erzählungen Aus den Sprüchen Salomos Morgenrot - Morgengrau Menschenrechte -- Das Graphik-Oeuvre-Verzeichnis -- Ausstellungen -- Lebenslauf. // Arik Brauer (* 4. Jan. 1929 in Wien; eigentlich Erich Brauer) ist ein österreichischer Maler, Grafiker, Bühnenbildner, Sänger und Dichter, und einer der Hauptvertreter der Wiener Schule des Phantastischen Realismus. Brauer wurde als Sohn eines aus Litauen stammenden jüdischen Schuhmachers in Ottakring geboren. Die Herrschaft der Nationalsozialisten beendete seine unbeschwerte Kindheit im Wien der 1930er Jahre. Brauers Vater starb in einem Konzentrationslager, er selbst überlebte in einem Versteck. Nach dem Krieg schloss sich der junge Idealist Brauer zunächst der KPÖ an, wandte sich aber bald enttäuscht von der kommunistischen Bewegung ab. Gleich nach dem Krieg studierte Brauer bis 1951 an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Robin Christian Andersen und Albert Paris Gütersloh. Während dieser Zeit gründete er mit Ernst Fuchs, Rudolf Hausner, Wolfgang Hutter und Anton Lehmden die Wiener Schule des Phantastischen Realismus. Ab 1947 studierte er zusätzlich Gesang an der Musikschule der Stadt Wien. Zwischen 1951 und 1954 reist er mit dem Fahrrad durch Europa und Afrika, was er später im Lied: Reise nach Afrika verarbeitet. 1954/55 lebte er als Sänger und Tänzer in Israel und trat 1956 als Tänzer im Raimundtheater in Wien auf. Im Jahr darauf heiratete er die Jemenitin Naomi Dahabani in Israel und zog mit ihr nach Paris, wo das Paar als israelisches Gesangsduo Neomi et Arik Bar-Or seinen Lebensunterhalt verdiente. In Paris hatte er seine erste erfolgreiche Einzelausstellung. Als Brauer 1964 die Pariser Bohème verließ und wieder nach Wien zurückkehrte, genossen die Künstler der Wiener Schule des Phantastischen Realismus bereits große Popularität, und es gab von 1953 bis 1965 eine Weltwanderausstellung. Neben Wien ist Brauer seit dieser Zeit auch im Künstlerdorf En Hod in Israel ansässig, wo er aus einer Ruine ein künstlerisch gestaltetes Haus schuf. Dort besuchte ihn Adi Holzer am 29. September 1980. Brauers Lied: "Glaub nicht an das Winkelmaß und wohn in einem runden Haus" resumierte dazu die den Auffassungen Friedensreich Hundertwassers nahestehende Position Brauers in Sachen Architektur. Zu dieser Zeit begann er auch Bühnenbilder für die Wiener Staatsoper (Medea von Luigi Cherubini, 1972; Regie August Everding), das Opernhaus Zürich, das Theater an der Wien und die Pariser Oper (Die Zauberflöte von Wolfgang Amadeus Mozart, 1977; Regie Horst Zankl, Dirigent Karl Böhm) zu gestalten. Brauers Gesangskarriere erreichte in den siebziger Jahren ihren Höhepunkt: Mit seinen Liedern im Wiener Dialekt wie Sie ham a Haus baut und Sein Köpferl im Sand ("Hinter meiner, vorder meiner") (1. Schallplatte 1971, zweimal Gold) oder der LP "Sieben auf einen Streich" 1978 wurde Brauer zu einem der Väter des Austropop. Seit 2000 tritt er immer wieder mit seinen Töchtern und Elias Meiri als Die Brauers auf. 1986 bis 1997 war Arik Brauer ordentlicher Professor an der Akademie der bildenden Künste in Wien. 1991 begann er mit der künstlerischen Gestaltung des 1994 fertiggestellten Arik-Brauer-Hauses im 6. Wiener Gemeindebezirk Mariahilf. 2002 erhielt er den Auftrag der Botschaft Österreichs in Berlin zur Gestaltung des österreichischen United Buddy Bears. Kennzeichnend für das künstlerische Werk Brauers sind die farbenfrohen Flächen, die detaillierte Kleinarbeit und die Einbindung aktueller politischer Ereignisse in Bilder mit traum- und märchenhafter Atmosphäre, wobei Einflüsse von Pieter Bruegel dem Älteren sowie orientalischer Miniaturmalerei zu verzeichnen sind.
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