(12 BÄNDE) Die Habsburgermonarchie 1848-1918. 8 Bände (in 12 Bänden).

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Buchbeschreibung
Wien: Österreichische Akademie der Wissenschaften, 1973-2006.
12 Originalleinen mit Schutzumschlag. Ca. 9000 S.; 25 cm.
Ecken teils bestoßen. Umschläge teils leicht defekt. - 12 BÄNDE. - Inhalt : BAND 1: Die wirtschaftliche Entwicklung. Herausgegeben von Alois Brusatti -- BAND 2: Verwaltung und Rechtswesen -- BAND 3/1 und 2: Die Völker des Reiches -- BAND 4: Die Konfessionen -- BAND 5: Die bewaffnete Macht -- BAND 6/1 und 2: Die Habsburgermonarchie im System der imternatiolen Beziehungen -- BAND 7/1 und 2: Verfassung und Parlamentarismus -- BAND 8/1 und 2: Politische Öffentlichkeit und Zivilgesellschaft. // Unter dem inoffiziellen Begriff Habsburgermonarchie - auch Habsburger, Habsburgische oder österreichische Monarchie, Donaumonarchie oder Habsburgerreich - fasst die Geschichtswissenschaft die europäischen Herrschaftsgebiete zusammen, die das Haus Habsburg (seit 1736 Habsburg-Lothringen) vom ausgehenden Mittelalter bis 1918 direkt regierte. Es bestand im Kern aus den habsburgischen Erblanden sowie aus den Ländern der böhmischen und der ungarischen Krone. Für die Zeit Karls V. im frühen 16. Jahrhundert - vor der Trennung in eine österreichische und eine spanische Linie der Habsburger - schließt die Bezeichnung Habsburgerreich auch die Länder der spanischen Krone ein. Nicht dazu zählen die reichsunmittelbaren Territorien des Heiligen Römischen Reichs, über welche die Habsburger in ihrer Funktion als Kaiser nur eine indirekte Oberherrschaft ausübten. Das habsburgische Länderkonglomerat im östlichen Mitteleuropa war im Wesentlichen durch geschickte Heiratspolitik entstanden und wurde seit dem ausgehenden 17. Jahrhundert durch Eroberungen auf Kosten des Osmanischen Reichs wesentlich erweitert. Seit Karls V. Bruder Ferdinand I. wurde es von der österreichischen und seit Ferdinand II. von der innerösterreichischen Linie der Dynastie regiert. Diese trägt seit der Heirat Maria Theresias, der Tochter ihres letzten männlichen Thronerben, mit Franz Stephan von Lothringen den Namen Habsburg-Lothringen. Der römisch-deutsche Kaiser Franz II. schuf 1804 als Reaktion auf die bevorstehende Krönung von Napoleon I. zum französischen Kaiser und den absehbaren Zerfall des Heiligen Römischen Reiches eigenmächtig die österreichische Kaiserwürde. Das daraus entstandene Kaisertum Österreich regierte er fortan als Franz I., während er das Reich 1806 als aufgelöst erklärte. Aus dem Kaisertum Österreich entstand nach dem so genannten Ausgleich von 1867 in Form einer Doppelmonarchie die österreichisch-ungarische Monarchie, die am 2. Juni 1868 in einem Staatsvertrag mit Schweden und Norwegen erstmals offiziell so bezeichnet wurde. Österreich und das nunmehr gleichberechtigte Königreich Ungarn wurden beide in Realunion weiter von Franz Joseph I. regiert, deren Völker er nun Kaiser und König war, regelten aber verpflichtend nur noch Außenpolitik und Militärangelegenheiten sowie freiwillig Teile der Wirtschaftspolitik (Währung, Zölle) gemeinsam. Die Realunion endete nach der Niederlage der Habsburgermonarchie als einer der verbündeten Mittelmächte im Ersten Weltkrieg unter Franz Josephs Nachfolger Karl I. am 31. Oktober 1918. Bereits zuvor hatten die meisten nichtdeutschen und nichtmagyarischen Völker Cisleithaniens und Transleithaniens die absehbare Niederlage der Habsburger k.u.k. Armee dazu genutzt, ihre politische Eigenständigkeit durch Gründung neuer Staaten durchzusetzen. In Deutschösterreich wurde am 12. November 1918, einen Tag nach dem Regierungsverzicht Kaiser Karls I., die Gründung der Ersten Republik (bis 1933) ausgerufen. Damit fand die über 630-jährige Herrschaft des Hauses Habsburg ihr Ende. Karl unternahm 1921 zwei vergebliche Versuche, die Herrschaft im nominell weiterbestehenden Königreich Ungarn zurückzuerlangen. Auf Drängen der Siegermächte im Verbund mit der Kleinen Entente verabschiedete das ungarische Parlament daraufhin im November 1921 das Dethronisationsgesetz, das ihm und dem Haus Habsburg-Lothringen die Krone endgültig entzog. …ö Die Wurzeln der Habsburgermonarchie datieren in die Jahre 1276-1278, als Rudolf IV. Graf von Habsburg, der 1273 als Rudolf I. römisch-deutscher König geworden war, sein Haus mit den Herzogtümern Kärnten und Krain und dann auch mit den Herzogtümern Österreich und Steiermark belehnte und damit nach dem Intermezzo mit Ottokar II. P?emysl von Böhmen das Erbe der Babenberger antrat. Seit diesem Datum regierten die Habsburger mit nur kurzen kriegerischen Unterbrechungen ihre Hausmacht in Zentraleuropa. Seit Rudolf Kaše (als Graf der VI., als König I.) 1307 waren Habsburger (mit Unterbrechungen) Könige in Böhmen, seit Albrecht (als Graf der V., als Kaiser I.) 1437 Könige in Ungarn. Ununterbrochen regierten sie diese Länder seit Ferdinand I. 1526/27. Seit damals gehörte die Habsburgische Monarchie - im Westen Teil des Heiligen Römischen Reiches, im Osten außerhalb des Reiches - zu den Großmächten Europas. Mit Maximilian I., dem letzten Ritter, bildete sich mit seiner Hochzeit und seinem Amtsantritt als Herzog von Burgund 1477 das Haus Österreich-Burgund, ab dieser Zeit etwa spricht man von der Habsburgermonarchie im eigentlichen Sinne. Die ursprüngliche habsburgische Universalmonarchie teilte sich am Höhepunkt der Ausdehnung der dynastischen Besitzungen und Regentschaften 1556, mit Maximilians Enkel, Kaiser Karl V., als König in Spanien der I., in eine österreichische und eine spanische Linie. Ein "Geburtsdatum" der (österreichischen) Habsburgermonarchie kann auch mit dem Wormser Teilungsvertrag vom 28. April 1521 bzw. dem folgenden Brüsseler Vertrag vom 7. Februar 1522 gegeben werden, in dem die Übergabe der österreichischen Lande von Karl (als Kaiser V.) an seinen Bruder Ferdinand I. geregelt wurde. Auch die von der spanischen getrennte Erbfolge der österreichischen Linie (Hausordnung vom 25. Februar 1554) kann man als entscheidendes Datum bezeichnen, wenn auch die gegenseitigen vorrangigen Erbansprüche im Falle des Erlöschens aufrechtblieben. Die spanische Linie starb im November 1700 aus. Frankreich, der große Widersacher der Habsburger dieser Ära (siehe habsburgisch-französischer Gegensatz), konnte im Spanischen Erbfolgekrieg eine neuerliche "Einkreisung" verhindern. Die Habsburger konnten nur außerspanische Gebiete des Erbes ihrer spanischen Verwandten, vor allem die Österreichischen Niederlande und das Königreich Neapel, für die österreichische Linie erhalten. 1740 starben die österreichischen Habsburger im Mannesstamm aus. Auf Grund der zuvor erlassenen Pragmatischen Sanktion übernahm Maria Theresia von Österreich die sonst nur Männern vorbehaltenen Herrscherrechte (ausgenommen die Kaiserkrone, die im Heiligen Römischen Reich Männern vorbehalten war) und gründete mit ihrem Gatten das nachfolgende Herrscherhaus Habsburg-Lothringen. Es wurde zwar im Österreichischen Erbfolgekrieg angefochten, die Monarchie ging aus dem Krieg aber konsolidiert hervor. Maria Theresias Sohn, der Reformer Joseph II., strebte danach, die Habsburgermonarchie zu einem einheitlichen Staat mit deutscher Amtssprache zu entwickeln, scheiterte damit aber vor allem in Ungarn. Durch die 1804, während der Napoleonischen Kriege, erfolgte Konstituierung der dem Haus Habsburg-Lothringen unmittelbar untertanen Länder als Kaisertum Österreich, eine Reaktion auf die Selbstkrönung Napoleons I. wenige Monate zuvor, wurde die Habsburgermonarchie, schon seit Maria Theresia zentral von Wien aus verwaltet, auch offiziell zum selbstständigen Staat; das Heilige Römische Reich wurde 1806 für nicht mehr bestehend erklärt. Das Kaisertum Österreich blieb bis zum Ausgleich zwischen Österreich und Ungarn von 1867, als Österreich-Ungarn als Doppelmonarchie, als Realunion der zwei Staaten, definiert wurde, ein einheitlicher Staat. Einheitlich blieben in der Folge bis 1918 obligatorisch der Monarch, die Außenpolitik, Heer und Kriegsmarine sowie fakultativ vereinbarte Wirtschaftsstandards wie die gemeinsame Gulden-, dann Kronenwährung. … (wiki)
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