100 Jahre Rowohlt. Eine illustrierte Chronik.
Mit Michael Töteberg. Vorwort Alexander Fest.

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Buchbeschreibung
Reinbek bei Hamburg : Rowohlt, 2008.
1. Aufl.
Mit zahlr. auch farb. Abb. Originalhardcover mit Schutzumschlag. 383 S.
ISBN-10: 3498025139 (3-498-02513-9)
ISBN-13: 9783498025137 (978-3-498-02513-7)
Ein gutes und sauberes Exemplar. - Mit welchem Impuls die hier beschriebene Geschichte 1908 begonnen hat, ist ganz unklar. Weltfremdheit, Leichtfertigkeit, Selbstüberschätzung, blinder Enthusiasmus, schöne Unbedenklichkeit, Furchtlosigkeit, Mut? Nach hundert Jahren braucht es nicht mehr entschieden zu werden. Wichtig ist allein: Ein Zwanzigjähriger gründet einen Verlag. Allerdings bringt er nur ein einziges Buch heraus, Lieder der Sommernächte von seinem Schulfreund Gustav C. Edzard. Und es zeigt sich: Das Buch ist unbedeutend, und der Verleger ist keiner, und gerade darin liegt, in diesem Anfangsmoment, das Vielversprechende. Ernst Rowohlt hat keine Verlagsadresse und kein offizielles Briefpapier, kein Büro, keine Mitarbeiter, keinen Eintrag in das Handelsregister und kein Geld, um den Druck zu bezahlen. Aber er will ein Buch herausbringen und tut es. Wirklichkeitsnäher hat nie eine Verlagsgeschichte begonnen. Die Folge: Rowohlt verliert Geld (sein Vater zahlt) und macht trotzdem weiter. Er verzichtet auf eine Lehrzeit; er lernt als Verleger. Das schränkt ihn zunächst ein. Will man verstehen, was er sich damals zutraut oder erhofft, muss man sich weniger die Bücher ansehen, die er in den nächsten zwei Jahren herausbringt, als die Leute, die er an sich zieht, vor allem Walter Hasenclever, Kurt Pinthus und Kurt Wolff. Sie waren nicht älter als er: 19, 22 und 21 Jahre alt. Sie waren Bekannte oder Freunde und hatten mit ihm wahrscheinlich viel in Leipziger Lokalen herumgesessen. Dann wurde Hasenclever sein Berater, Pinthus sein Lektor und Wolff zunächst sein stiller Teilhaber, später auch Mitverleger. Gemeinsam suchten sie Kontakt zu gleichaltrigen Schriftstellern, zu Georg Heym, Hugo Ball, Max Brod oder Franz Kafka, und die Schriftsteller kamen: angezogen von der Gleichaltrigkeit, die ihnen die Scheu vor ihren Geschäftspartnern nahm und Verhandlungen leichter machte, von einem Sachverstand, den sie ständig wachsen sahen, vom Aufbruch, von der Überrumpelung durch Begeisterung, die sie bei Rowohlt erlebten. ISBN 9783498025137
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