Schmuck aus Persien. Die Sammlung Patti C. Birch im Schmuckmuseum Pforzheim.

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Buchbeschreibung
1974.
152 S.; zahlr. auch farb. Illustr.; 23 cm; kart.
Gutes Ex.; Einband leicht berieben, einige Seiten lose; hinterer Innendeckel mit kl. Stempel u. kl. Gekritzel. - Durch die freundliche Vermittlung amerikanischer Wissenschaftler ist es gelungen, für die Sommerausstellung 1974 aus der umfangreichen Sammlung persischen Schmuckes im Besitz von Mrs. Patti C. Birch aus St. Thomas, Virgin Islands, USA, ungefähr 160 repräsentative Einzelobjekte auszuwählen und diese Kollektion damit erstmalig in einem Museum auszustellen. Die wohl einmalige Sammlung von Schmuckstücken aus dem Iran, die hauptsächlich aus Halsketten und Kolliers, aber auch aus Finger- und Ohrringen, Fibeln, Armreifen und Gewandschließen besteht, wird in Pforzheim als der ersten Station einer geplanten Ausstellungsreihe gezeigt und bildet damit einen besonderen Höhepunkt im Programm des Schmuckmuseums. Die Schmuckstücke, die in ihrer Gesamtheit einen Zeitraum von rund dreitausend Jahren umfassen, stammen fast ausschließlich aus dem nördlichen und nordwestlichen Iran, wo sich in den Bergregionen am Rande des Kaspischen Meeres und im Zagrosgebirge seit Jahrtausenden die verschiedenen voriranischen und iranischen Kulturen abgelöst und ihre Zeugnisse zumeist in den Gräbern der Vornehmen hinterlassen haben. Viele Funde dieser Gebiete, und damit auch das gesamte Material der hier vorgestellten Sammlung, stammen aus unwissenschaftlichen Grabungen, die hauptsächlich in den vergangenen fünfzehn Jahren durchgeführt worden sind. … Zwei Ohrringe der Sammlung Birch (Nr. 18) wurden vermutlich in Luristan gefunden, stammen aber, wie K. R. Maxwell-Hyslop annimmt, aus Assyrien. Sie können bei den durch assyrische Angaben bezeugten Kämpfen als Beute oder auch durch den Handel in das Zagrosgebirge gelangt sein. Ebenfalls durch assyrische Quellen bezeugt lassen sich, wahr-scheinlich im späten 9. oder frühen 8. Jahrhundert v. Chr., die Kimmerer aus dem Kaukasus kommend im Zentrum des Zagrosgebirges, in Luristan nieder. In den Gräbern der Luristan-Kultur fanden sich Tausende von Bronzegegenständen, die - vereinfacht - in das 8.-7. Jahrhundert v. Chr. datiert werden können. Zu den frühesten Bronzen dieses Gebietes in der Sammlung Birch gehören wohl die runden Anhänger Nr. 7 und 8, denen mit größter Wahrscheinlichkeit Amulettbedeutung beigemessen werden kann. Eine für Luristan typische Form von kleinen Gebrauchsschmuckstücken sind die sogenannten Ellenbogenfibeln, die in verschiedenen geringfügigen Abwandlungen eine Entwicklung deutlich machen (Nr. 19). Bei manchen dieser Fibeln sind die Widerlager für die Nadeln als kleine Händchen ausgebildet. Es ist interessant, daß dieser Fibeltypus nicht nur in Luristan, sondern auch in Armenien gefunden worden ist. Sehr charakteristisch sind relativ große gegossene Bronzeanhänger, die mit Sicherheit im Bereich der Jagdmagie anzusiedeln sind. In zahlreichen privaten und Museumssammlungen und so auch in der Sammlung Birch finden sich zoo-morphe Anhänger (Nr. 20, 28, 29), die aus entweder vollständig oder auch nur abstrahiert wiedergegebenen Tierfiguren - Steinböcke, Hunde, Löwen - manchmal in Verbindung mit menschlichen (oder göttlichen?) Masken gebildet sind. Die Luristan-Armreifen der Sammlung Birch sind zum Teil nur einfache breitere oder schmalere Bronzestreifen mit geometrischen Linien- und Punktdekorationen (Nr. 27, 31); ein Exemplar endet wie bei einem in Khurvin gefundenen Bronze-Diadem in nach außen gerollten Voluten (Nr. 26). Wie stark die Tierwelt und deren "Macht" in den Vorstellungen der Menschen der Luristan-Kultur verwurzelt war, läßt sich auch an dem Stierkopf-Amulettanhänger (Nr. 24) und in besonderem Maße an dem großartigen, mit sechs Löwenköpfen besetzten dreiteiligen Bronze-Oberarmrelief (Nr. 23) … (Vorwort)
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